Der sprichwörtliche „Satz heißer Ohren“ für aufmüpfige Kinder hat glücklicherweise lang ausgedient – dennoch kann es vorkommen, dass dein Hund auch ohne dein Zutun genau diese heißen Ohren hat. Und das ganz ohne Fehlverhalten.
Nehmen wir an, du kraulst deinem Vierbeiner liebevoll die Ohren – und auf einmal denkst du: „Huch, mein Hund hat heiße Ohren!“ Jetzt beginnt das Gedankenkarussell. Fieber? Entzündung? Sonnenanbeter auf vier Pfoten? Keine Panik – wir nehmen das Phänomen unter die Lupe und klären, wann heiße Ohren beim Hund völlig normal sind und wann du besser schnell zum Tierarzt düsen solltest.
In diesem Artikel erfährst du, welche Ursachen hinter heißen Hundeohren stecken können, welche weiteren Symptome du im Blick behalten solltest und wann eine Ohrenentzündung vorliegt. Außerdem bekommst du konkrete Tipps, wie du mit der Situation umgehen kannst.
Alles auf einen Blick
- Hund hat heiße Ohren?
Erstmal prüfen, ob er gespielt hat oder in der Sonne lag.
- Temperatur messen:
Die normale Temperatur beim Hund liegt bei 37,5–39°C. Alles darüber könnte auf Fieber beim Hund hindeuten.
- Weitere Symptome beobachten:
Kratzen, Kopfschütteln, Lethargie oder Appetitlosigkeit? Dann lieber ab zum Tierarzt.
Was bedeutet es, wenn dein Hund heiße Ohren hat?
Die Ohren eines Hundes sind nicht nur für das Hören zuständig – sie spielen auch eine wichtige Rolle bei der Temperaturregulation. Weil sie gut durchblutet sind, reagieren sie sensibel auf äußere Einflüsse wie Umgebungstemperatur, Aktivitätslevel oder innere Prozesse wie Fieber oder Entzündungen.
Wenn du feststellst, dass dein Hund heiße Ohren hat, bedeutet das nicht automatisch, dass er krank ist. Es kann eine harmlose Ursache dahinterstecken – oder ein Hinweis darauf sein, dass sich im Körper deines Hundes etwas verändert.
Mögliche Ursachen im Überblick:
- Körperliche Aktivität oder Wärmequellen:
Nach intensivem Spielen, Toben oder dem Liegen an einem warmen Ort (z. B. in der Sonne oder auf einer Fußbodenheizung) kann die Durchblutung in den Ohren zunehmen. Die Folge: Die Ohren fühlen sich vorübergehend heiß an – ein völlig normaler Vorgang.
- Temperaturanstieg im Körper:
Wenn dein Hund neben heißen Ohren auch schlapp wirkt, hechelt oder weniger frisst, kann das ein Hinweis auf eine erhöhte Körpertemperatur oder Fieber sein. Die normale Temperatur beim Hund liegt zwischen 37,5 und 39 °C. Ab etwa 39,5 °C spricht man von Fieber beim Hund.
- Beginnende Entzündung:
Auch eine lokale Entzündung – zum Beispiel im äußeren Gehörgang – kann dazu führen, dass die Ohren warm bis heiß erscheinen. Weitere Anzeichen hierfür können Rötungen, Schwellungen, vermehrtes Kratzen oder Kopfschütteln sowie unangenehmer Geruch sein.
Es gilt also: Wenn dein Hund heiße Ohren hat, ist das zunächst ein Beobachtungsgrund – kein Grund zur Panik. Entscheidend ist, ob weitere Symptome hinzukommen.

Welche weiteren Symptome solltest du beachten?
„Hund hat heiße Ohren“ klingt erstmal nach einer kleinen Sache – aber dein Hund kann dir durch Körpersprache und Verhalten zeigen, ob mehr dahintersteckt.
Hier sind Alarmzeichen, auf die du achten solltest:
- Lethargie:
Dein Hund wirkt müde, schläft viel, ist nicht mehr so verspielt.
- Hecheln oder erhöhte Atemfrequenz:
Könnte auf eine erhöhte Körpertemperatur oder Stress hinweisen.
- Appetitlosigkeit:
Wenn der Napf unangetastet bleibt, solltest du hellhörig werden.
- Vermehrtes Kratzen oder Kopfschütteln:
Ein möglicher Hinweis auf Juckreiz oder eine beginnende Entzündung.
- Heißer Körper insgesamt:
Vielleicht nicht nur die Ohren – miss zur Sicherheit die Temperatur deines Hundes.
Merke: Wenn dein Hund heiße Ohren hat, kann das der erste Hinweis auf ein größeres Problem sein – aber ohne weitere Symptome musst du noch nicht in Panik geraten.
Wenn's juckt und knistert: Ursachen für Ohrenentzündungen beim Hund
Nicht immer sind heiße Ohren nur ein Zeichen für ein warmes Plätzchen oder ein aufregendes Spiel. Häufig steckt eine klassische Ohrenentzündung dahinter – und die kann richtig fies werden.
Typische Auslöser für Entzündungen:
- Bakterien & Hefepilze:
Die Klassiker für Hundeohren-Drama. Sie feiern gerne wilde Partys im Gehörgang – und dein Hund bleibt auf den Schmerzen sitzen.
- Allergien:
Dein Hund hat vielleicht eine Futtermittelunverträglichkeit oder reagiert auf Umweltreize wie Pollen. Was für uns nur ein Nieser ist, kann bei deinem Hund direkt zu starkem Jucken im Ohr führen.
- Fremdkörper:
Grashalme, Sand oder andere Mitbringsel vom Spaziergang. Einmal durchs Gebüsch gerobbt – zack, steckt ein Natur-Souvenirshop im Ohr.
- Vermehrte Ohrenschmalzproduktion:
Besonders bei Schlappohren ein Thema – da staut sich gerne mal was. Wo wenig Luft zirkuliert, fühlen sich Schmutz und Mikroben leider pudelwohl.
- Feuchtigkeit nach dem Schwimmen:
In feuchtem Klima oder nach dem Planschen kann es schneller zur Entzündung kommen. Hund happy, Ohr feucht – und schon ist die perfekte Brutstätte für Keime geschaffen.
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Wann wird’s ernst? – Diese Anzeichen sprechen für den Tierarzt
Du fragst dich: „Okay, mein Hund hat heiße Ohren – aber ab wann sollte ich wirklich handeln?“ Genau diese Frage stellen sich viele Hundehalterinnen und Hundehalter – und sie ist absolut berechtigt. Denn zwischen harmloser Wärme und einem echten medizinischen Problem liegt oft nur ein feiner Unterschied.
Hier sind die wichtigsten Warnzeichen, bei denen du nicht lange zögern solltest:
- Fieber bestätigt:
Wenn dein Hund zusätzlich zu heißen Ohren eine Körpertemperatur über 39,5 °C hat, ist Vorsicht geboten. Fieber beim Hund kann viele Ursachen haben – Infektionen, Entzündungen, Viruserkrankungen – und gehört medizinisch abgeklärt.
- Lang anhaltende Symptome:
Bleiben die Ohren über mehrere Stunden oder sogar den ganzen Tag heiß – und zwar ohne körperliche Anstrengung oder Sonnenbad – solltest du hellhörig werden. Besonders dann, wenn keine Besserung eintritt.
- Verhaltensänderungen:
Du kennst deinen Hund am besten. Wenn er plötzlich weniger frisst, sich zurückzieht, Berührungen meidet oder sich einfach „anders“ verhält, kann das ein wichtiges Anzeichen dafür sein, dass er sich unwohl fühlt.
- Starke Rötung, unangenehmer Geruch oder Schwellung:
Das sind deutliche Hinweise auf eine Entzündung – meist im äußeren Gehörgang. Besonders bei Hunden mit hängenden Ohren oder viel Fell im Ohrbereich kann sich so eine Entzündung schnell ausbreiten.
- Dein Bauchgefühl schlägt Alarm:
Das ist oft der wichtigste Indikator. Wenn du das Gefühl hast, dass mit deinem Hund etwas nicht stimmt, dann liegst du damit selten falsch. Warte nicht darauf, dass sich die Symptome von allein bessern.
Wenn dein Hund heiße Ohren hat, ist das kein automatischer Notfall – aber es verdient Aufmerksamkeit. Beobachte deinen Hund genau, achte auf Begleitsymptome und zögere im Zweifel nicht, tierärztlichen Rat einzuholen.
Dein Hund hat heiße Ohren? Gut beobachten – und im Zweifel schnell handeln
Wenn dein Hund heiße Ohren hat, ist das erstmal kein Grund zur Panik. In vielen Fällen steckt ein ganz natürlicher Auslöser dahinter – etwa körperliche Aktivität, Aufregung oder ein sonniges Plätzchen.
Aber: Treten zusätzlich Symptome wie Fieber, Kratzen, Müdigkeit, Appetitlosigkeit oder eine deutlich spürbare Verhaltensänderung auf, lohnt sich ein genauer Blick – und möglicherweise auch der Besuch in der Tierarztpraxis.
Wenn dein Hund heiße Ohren hat, kann er dir zwar nicht sagen, was ihm konkret fehlt – aber du kannst lernen, auf die leisen Signale zu achten. Und weil man im Ernstfall nicht auch noch über Tierarztrechnungen nachdenken will, lohnt sich ein Blick auf die Hundekrankenversicherung von dogcare24. Sie hilft dir dabei, dich auf das Wesentliche zu konzentrieren: die Gesundheit deines Vierbeiners.
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