TLDDR (Too Long; Didn’t Do Research)
Schnelle Antwort: Arthrose beim Hund ist eine chronische Gelenkerkrankung, bei der der Knorpel abgebaut wird. Typische Symptome sind Steifheit nach dem Aufstehen, Lahmheit und Bewegungsunlust. Die Behandlung kostet je nach Therapieform zwischen 50 € monatlich (konservativ) und über 2.000 € (OP). Arthrose ist nicht heilbar, aber mit der richtigen Behandlung kann dein Hund trotzdem ein schmerzfreies Leben führen.
Statistisch leidet jeder fünfte Hund im Laufe seines Lebens an Arthrose – bei älteren Hunden sind es sogar vier von fünf. Besonders große Rassen wie Labrador, Golden Retriever, Deutscher Schäferhund und Rottweiler sind betroffen. Die Behandlung umfasst Schmerzmittel, Physiotherapie, Gewichtsmanagement und spezielle Ernährung. Bei Dogcare24 arbeiten wir exklusiv mit der Barmenia Versicherung zusammen und übernehmen die Kosten für Diagnose und Behandlung.
Wichtige Fakten:
- Jeder 5. Hund erkrankt an Arthrose, bei Senioren 4 von 5
- Monatliche Behandlungskosten: 100–300 € (Physio + Medikamente)
- Arthrosespritze: 100–200 € pro Behandlung
- Gelenkoperation: 1.500–4.000 € (z.B. Hüftgelenksersatz)
Über den Autor: Dogcare24-Redaktion, spezialisiert auf Hundegesundheit und Tierkrankenversicherung mit über 2.000 betreuten Kunden.
Alles auf einen Blick
- Was ist Arthrose? Chronischer Gelenkverschleiß mit Knorpelabbau
- Häufigkeit: Jeder 5. Hund betroffen, bei Senioren 4 von 5
- Symptome: Steifheit, Lahmheit, Bewegungsunlust, Schmerzempfindlichkeit
- Behandlung: Schmerzmittel, Physiotherapie, Ernährung, ggf. OP
- Kosten: 100–300 €/Monat (konservativ), bis 4.000 € (OP)
- Heilbar? Nein, aber gut managebar
- Versicherung: Mit Hundekrankenversicherung bis zu 100 % Erstattung
Was ist Arthrose beim Hund?
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Arthrose ist eine chronische, degenerative Gelenkerkrankung, bei der der schützende Knorpel in den Gelenken nach und nach abgebaut wird. Ohne diesen Puffer reiben die Knochen direkt aufeinander – das verursacht Schmerzen, Entzündungen und Bewegungseinschränkungen.
Der Unterschied zu Arthritis
Arthrose und Arthritis werden oft verwechselt. Der Unterschied: Arthritis ist eine akute Gelenkentzündung, die oft durch Bakterien oder Autoimmunreaktionen ausgelöst wird. Arthrose hingegen ist ein schleichender Verschleißprozess, der sich über Monate oder Jahre entwickelt.
Allerdings kann eine Arthrose zu entzündlichen Schüben führen – dann spricht man von einer „aktivierten Arthrose“. In diesen Phasen sind die Symptome besonders stark.
Welche Gelenke sind betroffen?
Grundsätzlich kann Arthrose jedes Gelenk betreffen. Am häufigsten sind:
- Hüftgelenk (oft in Verbindung mit Hüftdysplasie)
- Ellenbogengelenk (häufig bei Ellenbogendysplasie)
- Kniegelenk (nach Kreuzbandriss oder Patellaluxation)
- Schultergelenk
- Wirbelsäule (Spondylose)
Wie erkenne ich Arthrose bei meinem Hund?
Die Symptome entwickeln sich schleichend und werden anfangs oft als normale Alterserscheinungen abgetan. Dabei ist frühe Erkennung entscheidend für eine erfolgreiche Behandlung.
Frühe Warnsignale
Achte auf diese subtilen Veränderungen:
- Dein Hund zögert vor dem Treppensteigen oder Ins-Auto-Springen
- Er braucht morgens länger, um in Gang zu kommen
- Nach dem Aufstehen wirkt er steif, „läuft sich aber ein“
- Längere Spaziergänge werden gemieden
- Er wechselt häufiger die Liegeposition
Deutliche Symptome
Wenn die Arthrose fortschreitet, werden die Anzeichen klarer:
- Lahmheit – besonders nach Ruhephasen oder bei Kälte
- Steifheit – vor allem morgens oder nach längerem Liegen
- Bewegungsunlust – dein Hund will nicht mehr spielen oder spazieren
- Schmerzreaktion – Winseln, Jaulen oder Abwehrverhalten bei Berührung
- Muskelschwund – die Muskulatur an der betroffenen Gliedmaße wird dünner
- Verhaltensänderungen – Reizbarkeit, Rückzug, Appetitlosigkeit
Laut AniCura ist das typische „Einlaufen“ ein klassisches Zeichen: Der Hund lahmt zu Beginn der Bewegung stärker und wird nach einigen Minuten besser.
Wann zum Tierarzt?
Wenn du eines oder mehrere dieser Symptome bemerkst, solltest du zeitnah einen Tierarzt aufsuchen. Je früher Arthrose erkannt wird, desto besser lässt sie sich behandeln. Der Tierarzt wird eine körperliche Untersuchung durchführen und meist ein Röntgenbild anfertigen.
Was sind die Ursachen für Arthrose beim Hund?
Arthrose entsteht nicht einfach „aus dem Nichts“. Es gibt verschiedene Faktoren, die das Risiko erhöhen.
Primäre Arthrose (Verschleiß)
Bei der primären Arthrose ist der natürliche Alterungsprozess die Hauptursache. Der Gelenkknorpel nutzt sich im Laufe der Jahre ab – ähnlich wie bei einem Autoreifen. Diese Form tritt meist bei älteren Hunden auf.
Sekundäre Arthrose (durch Vorerkrankungen)
Häufiger ist die sekundäre Arthrose, die durch andere Erkrankungen oder Verletzungen ausgelöst wird:
Gelenkfehlstellungen:
- Hüftgelenksdysplasie (HD)
- Ellenbogendysplasie (ED)
- Patellaluxation (Kniescheibenverrenkung)
Verletzungen:
- Kreuzbandriss
- Knochenbrüche mit Gelenkbeteiligung
- Gelenkluxationen
Weitere Faktoren:
- Übergewicht – jedes Kilo zu viel belastet die Gelenke
- Überlastung im Welpenalter – zu viel Bewegung bei noch weichen Knochen
- Fehlernährung – Kalzium- oder Vitamin-D-Mangel
- Infektionen – bakterielle Gelenksentzündungen
Wie Josera erklärt, sind Gelenkdysplasien (HD und ED) bei Hunden weit verbreitet und führen im Verlauf fast immer zu Arthrose.
Welche Hunderassen sind besonders von Arthrose betroffen?
Grundsätzlich kann jeder Hund Arthrose entwickeln. Aber bestimmte Rassen haben ein deutlich höheres Risiko.
Große und schwere Rassen
Je massiger ein Hund ist, desto stärker werden seine Gelenke belastet. Deshalb sind große Rassen besonders anfällig:
| Rasse | Besonderes Risiko |
|---|---|
| Labrador Retriever | HD, ED, Übergewicht |
| Golden Retriever | HD, ED |
| Deutscher Schäferhund | HD, Spondylose |
| Rottweiler | HD, ED, hohes Gewicht |
| Berner Sennenhund | HD, ED |
| Deutsche Dogge | HD, schnelles Wachstum |
Laut Santévet zeigen größere Hunderassen wie Deutsche Doggen, Schäferhunde, Golden Retriever und Labradore ein deutlich höheres Arthrose-Risiko als kleine Rassen.
Kleine Rassen mit spezifischen Problemen
Auch kleine Hunde können Arthrose entwickeln – meist als Folge von:
- Patellaluxation – häufig bei Yorkshire Terrier, Chihuahua, Zwergpudel
- Kreuzbandriss – kann auch kleine Rassen treffen
- Übergewicht – belastet auch kleine Gelenke
Risikofaktor Alter
Unabhängig von der Rasse steigt das Arthrose-Risiko mit dem Alter drastisch an. Während etwa 20 % aller Hunde betroffen sind, liegt die Quote bei Senioren über 8 Jahren bei bis zu 80 %. Das bestätigt auch Purina.
Wie wird Arthrose beim Hund behandelt?
Arthrose ist nicht heilbar – aber sie ist gut behandelbar. Das Ziel ist, Schmerzen zu lindern, die Beweglichkeit zu erhalten und das Fortschreiten zu verlangsamen.
Multimodale Schmerztherapie
Die effektivste Behandlung kombiniert verschiedene Ansätze:
1. Medikamente
- NSAIDs (nicht-steroidale Entzündungshemmer) – gegen Schmerz und Entzündung
- Schmerzmittel – z.B. Gabapentin bei chronischen Schmerzen
- Arthrosespritze (Hyaluronsäure, PRP) – direkt ins Gelenk
- Unterwasserlaufband – gelenkschonender Muskelaufbau
- Massage – löst Verspannungen
- Bewegungsübungen – erhält die Mobilität
- Wärme-/Kältetherapie – je nach Phase
3. Gewichtsmanagement
Jedes Kilo weniger entlastet die Gelenke spürbar. Bei übergewichtigen Hunden ist Abnehmen oft die wirksamste Maßnahme.
4. Angepasste Ernährung
- Spezialfutter für Gelenkgesundheit
- Omega-3-Fettsäuren (entzündungshemmend)
- Glucosamin und Chondroitin (Knorpelbausteine)
- Grünlippmuschel-Extrakt
Operative Behandlung
In schweren Fällen kann eine Operation sinnvoll sein:
| OP-Methode | Einsatzgebiet | Kosten (ca.) |
|---|---|---|
| Arthroskopie | Gelenkspülung, Knorpelglättung | 800–1.500 € |
| Hüftgelenksersatz | Schwere HD mit Arthrose | 2.500–4.000 € |
| Gelenkversteifung | Letzte Option bei starken Schmerzen | 1.500–3.000 € |
| TPLO (Kreuzband) | Nach Kreuzbandriss | 1.800–3.000 € |
Wie Fressnapf betont, sollte die Entscheidung für eine OP immer gut abgewogen werden. Oft bringt die konservative Therapie gute Ergebnisse.
Was kostet die Arthrose-Behandlung beim Hund?
Die Kosten für Arthrose-Behandlung summieren sich über die Jahre – denn die Erkrankung begleitet deinen Hund lebenslang.
Kostenübersicht Diagnose
| Leistung | Kosten (ca.) |
|---|---|
| Klinische Untersuchung | 30–60 € |
| Röntgen (mehrere Aufnahmen) | 100–200 € |
| Blutuntersuchung | 80–150 € |
| MRT (bei unklarem Befund) | 400–800 € |
Kostenübersicht Behandlung
| Behandlung | Kosten (ca.) |
|---|---|
| Schmerzmittel (pro Monat) | 30–100 € |
| Arthrosespritze (pro Behandlung) | 100–200 € |
| Physiotherapie (pro Sitzung) | 40–70 € |
| Spezialfutter (pro Monat) | 50–100 € |
| Nahrungsergänzung (pro Monat) | 20–50 € |
Langzeitkosten
Laut Deine Tierwelt können die jährlichen Kosten für konservative Arthrose-Behandlung bei etwa 2.500 € liegen – bei Physiotherapie alle zwei Wochen plus Medikamenten.
Rechenbeispiel für einen großen Hund:
- Physiotherapie 2x/Monat: 100 €
- Schmerzmittel: 80 €
- Spezialfutter: 70 €
- Nahrungsergänzung: 30 €
- Monatlich: ~280 €
- Jährlich: ~3.360 €
Bei einer durchschnittlichen Krankheitsdauer von 3–5 Jahren können so 10.000–15.000 € zusammenkommen.
Wer zahlt die Arthrose-Behandlung?
Die Frage, die sich viele Hundebesitzer stellen: Wer übernimmt diese hohen Kosten?
❌ Ohne Hundekrankenversicherung
Ohne Versicherung trägst du alle Kosten selbst. Bei einer chronischen Erkrankung wie Arthrose kann das über die Jahre extrem teuer werden. Viele Hundebesitzer müssen dann bei der Behandlung Kompromisse eingehen – zum Nachteil des Hundes.
✅ Mit Hundekrankenversicherung
Mit einer Hundekrankenversicherung bist du auf der sicheren Seite. Dogcare24 arbeitet exklusiv mit der Barmenia Versicherung zusammen – dem Testsieger bei Stiftung Warentest.
Was wird bei Arthrose erstattet?
- Diagnostik (Röntgen, Blutbild, MRT)
- Medikamente und Schmerzmittel
- Physiotherapie (im Premium-Tarif)
- Operationen (falls notwendig)
- Nachsorge und Kontrolluntersuchungen
Wichtig: Arthrose muss nach Versicherungsbeginn diagnostiziert werden. Vorerkrankungen sind vom Schutz ausgeschlossen. Deshalb lohnt sich ein früher Versicherungsabschluss – am besten schon im Welpenalter.
Echte Kundenerfahrung
Eine Kundin aus Köln berichtete uns von ihrer Labrador-Hündin Luna. Nach einem Kreuzbandriss entwickelte Luna Arthrose im Knie. Die TPLO-Operation kostete 2.300 € – Dogcare24 erstattete den vollen Betrag. Auch die laufenden Physiotherapie-Kosten werden übernommen.
Wie kann ich meinem Hund mit Arthrose den Alltag erleichtern?
Neben der medizinischen Behandlung kannst du im Alltag viel für deinen Hund tun.
Zuhause
- Weiche Liegeflächen – orthopädische Hundebetten entlasten die Gelenke
- Rutschfeste Böden – Teppiche oder Matten auf glatten Flächen
- Rampen – für Auto, Sofa oder Bett statt Springen
- Erhöhte Näpfe – erleichtern das Fressen bei Nacken-Arthrose
- Wärme – ein warmer Schlafplatz, keine Zugluft
Bewegung
- Regelmäßig, aber moderat – mehrere kurze Spaziergänge statt einem langen
- Aufwärmen – langsam starten, nicht direkt losrennen
- Schwimmen – ideal, weil gelenkschonend
- Vermeiden – Springen, abrupte Stopps, Treppen
Ernährung
- Idealgewicht halten – das A und O bei Arthrose
- Entzündungshemmend füttern – Omega-3, Kurkuma, Ingwer
- Gelenkunterstützung – Glucosamin, Chondroitin, Grünlippmuschel
Häufig gestellte Fragen
Ist Arthrose beim Hund heilbar?
Nein, Arthrose ist eine chronische, degenerative Erkrankung und nicht heilbar. Der geschädigte Knorpel regeneriert sich nicht. Aber mit der richtigen Behandlung lassen sich die Symptome gut kontrollieren. Viele Hunde führen trotz Arthrose ein aktives, schmerzarmes Leben.
In welchem Alter bekommen Hunde Arthrose?
Arthrose kann in jedem Alter auftreten, ist aber vor allem bei älteren Hunden verbreitet. Bei Senioren über 8 Jahren sind bis zu 80 % betroffen. Allerdings können auch junge Hunde Arthrose entwickeln – etwa nach Verletzungen oder bei angeborenen Gelenkfehlstellungen wie HD oder ED.
Wie lange kann ein Hund mit Arthrose leben?
Arthrose selbst ist keine lebensverkürzende Erkrankung. Mit guter Behandlung können Hunde trotz Arthrose ihr normales Lebensalter erreichen. Entscheidend ist, dass die Schmerzen gut kontrolliert werden und der Hund seine Lebensqualität behält.
Bezahlt die Hundekrankenversicherung Arthrose-Behandlung?
Ja, wenn die Arthrose nach Versicherungsbeginn diagnostiziert wird. Bei Dogcare24 sind Diagnostik, Medikamente und auch Physiotherapie (im Premium-Tarif) abgedeckt. Bereits bestehende Arthrose vor Versicherungsabschluss ist ausgeschlossen – daher am besten früh versichern.
Was kostet Arthrose-Behandlung pro Monat?
Je nach Schweregrad und Therapieform zwischen 100 und 300 € monatlich. Das umfasst Schmerzmittel (30–100 €), Physiotherapie (80–140 € bei 2 Sitzungen) und ggf. Spezialfutter und Nahrungsergänzung (70–100 €). Bei Operationen kommen einmalig 1.500–4.000 € hinzu.
Fazit: Früh erkennen, konsequent behandeln
Arthrose ist eine der häufigsten Erkrankungen bei Hunden – aber kein Grund zur Verzweiflung. Mit der richtigen Kombination aus Medikamenten, Physiotherapie, Gewichtsmanagement und angepasster Bewegung kann dein Hund trotz Arthrose ein glückliches Leben führen.
Je früher du die Anzeichen erkennst und handelst, desto besser sind die Aussichten. Und mit einer Hundekrankenversicherung musst du dir um die Kosten keine Sorgen machen – du kannst dich voll auf das Wohlbefinden deines Vierbeiners konzentrieren.
Jetzt Beitrag berechnen und Hund absichern – bevor die Gelenke Probleme machen.
Dieser Artikel dient der Information und ersetzt keine tierärztliche Beratung. Bei Verdacht auf Arthrose suche bitte eine Tierarztpraxis auf.





