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Hund kastrieren Kosten 2026: Was kostet die Kastration beim Rüden und bei der Hündin?

Die kurze Antwort

Rechne beim Rüden mit rund 200 bis 600 Euro und bei der Hündin mit rund 340 bis 1.030 Euro. Das ergibt eine Beispielrechnung nach der Gebührenordnung für Tierärzte (GOT) für Untersuchung, Narkose und Eingriff im 1- bis 3-fachen Satz, inklusive 19 % Umsatzsteuer. Der Eingriff allein kostet netto 70,60 bis 211,80 Euro beim Rüden und 192,00 bis 576,00 Euro bei der Hündin. Medikamente, Material und Nachkontrollen kommen hinzu.

Hund kastrieren Kosten 2026: Was kostet die Kastration beim Rüden und bei der Hündin?

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Die Rechnung besteht aus mehreren Positionen der GOT, etwa Eingriff, Untersuchung und Narkose, dazu kommen Medikamente und Nachsorge. In der Regel wird zwischen dem 1- und 3-fachen GOT-Satz abgerechnet – im Notdienst kann es teurer werden. Eine Hundekrankenversicherung kann die Kosten übernehmen, wenn die Kastration wegen einer Erkrankung der Geschlechtsorgane notwendig ist.

Dein Hund soll kastriert werden – und du fragst dich, was das eigentlich kostet? Damit bist du nicht allein. Die Kastration gehört zu den häufigsten Eingriffen beim Hund, und trotzdem sind viele Hundebesitzer von der Rechnung überrascht.

In diesem Artikel bekommst du einen klaren Überblick: Was kostet die Kastration beim Rüden, was bei der Hündin? Welche Faktoren bestimmen den Preis? Und wann übernimmt die Versicherung die Kosten? Wir erklären alles verständlich und mit aktuellen Zahlen – damit du gut vorbereitet bist.

Was kostet es, einen Hund kastrieren zu lassen?

Mit Untersuchung, Narkose und Umsatzsteuer kostet die Kastration eines Rüden rund 200 bis 600 €, die einer Hündin rund 340 bis 1.030 € (Beispielrechnung nach GOT weiter unten). Der Eingriff selbst kostet nach der GOT netto 70,60 bis 211,80 € beim Rüden und 192,00 bis 576,00 € bei der Hündin (Entfernung von Gebärmutter und Eierstöcken), je nach Gebührensatz. Der große Unterschied liegt daran, dass die Kastration bei der Hündin ein Baucheingriff ist – also deutlich aufwendiger als beim Rüden.

Die GOT-Gebühr für die Kastration ist nur ein Teil der Rechnung. Dazu kommen Kosten für die Untersuchung, die Narkose, Medikamente und die Nachsorge. Hier die GOT-Positionen für den Eingriff selbst (netto, ohne Umsatzsteuer):

Eingriff (GOT-Nr.) GOT 1-fach GOT 2-fach GOT 3-fach
Kastration Rüde (Nr. 377) 70,60 € 141,20 € 211,80 €
Kastration Hündin, Gebärmutter und Eierstöcke (Ovariohysterektomie, Nr. 604) 192,00 € 384,00 € 576,00 €
Kastration Hündin, nur Eierstöcke (Ovarektomie, Nr. 600) 128,27 € 256,54 € 384,81 €
Einsetzen eines Implantats, z. B. Kastrationschip (Nr. 211, ohne das Implantat) 9,23 € 18,46 € 27,69 €

Wichtig: Die GOT-Sätze sind Nettobeträge: Auf der Rechnung kommt die Umsatzsteuer dazu (§ 1 Abs. 3 GOT, derzeit 19 %). Für eine endoskopische Kastration führt die GOT zusätzlich die Nr. 607 (98,96 € im einfachen Satz).

Beispielrechnung nach GOT: Eingriff, Untersuchung und Narkose

Eine eigene Rechnung aus den Positionen der GOT-Anlage, mit demselben Gebührensatz für alle Positionen:

Position (GOT-Nr.) 1-fach 2-fach 3-fach
Allgemeine Untersuchung mit Beratung, Hund (Nr. 16) 23,62 € 47,24 € 70,86 €
Intubationsnarkose (Nr. 345) 73,52 € 147,04 € 220,56 €
Kastration Rüde (Nr. 377) 70,60 € 141,20 € 211,80 €
Summe Rüde, netto 167,74 € 335,48 € 503,22 €
Summe Rüde inklusive 19 % Umsatzsteuer 199,61 € 399,22 € 598,83 €
Kastration Hündin, Gebärmutter und Eierstöcke (Nr. 604) 192,00 € 384,00 € 576,00 €
Summe Hündin, netto 289,14 € 578,28 € 867,42 €
Summe Hündin inklusive 19 % Umsatzsteuer 344,08 € 688,15 € 1.032,23 €

Die GOT-Anlage nennt für die Narkose mehrere Positionen, je nach Verfahren zum Beispiel Nr. 310 (Injektionsnarkose, 23,44 €) oder Nr. 337 (Inhalationsnarkose, 61,57 €) im einfachen Satz. Je nach Praxis kommen weitere Positionen hinzu, zum Beispiel die Überwachung während der Narkose (Monitoring, Nr. 349 oder 350: 52,96 oder 59,18 €), eine Infusion (Nr. 234: 42,00 €) und bei der Nachkontrolle das Fädenziehen (Nr. 422: 8,21 €), jeweils im einfachen Satz. Nicht enthalten sind außerdem Medikamente (sie werden nach der Arzneimittelpreisverordnung berechnet, § 9 GOT) und Verbrauchsmaterial. Welche Positionen deine Praxis in welcher Höhe berechnet, steht im Kostenvoranschlag. Stand der Sätze: GOT 2022, geprüft am 01.10.2026.

Welche Faktoren beeinflussen die Kastrationskosten?

Der Preis für eine Kastration ist nicht bei jedem Hund gleich. Fünf Faktoren bestimmen, wie hoch die Rechnung ausfällt:

Geschlecht

Die Kastration einer Hündin ist ein Baucheingriff und deshalb deutlich teurer als beim Rüden (nach GOT 192,00 € für Gebärmutter und Eierstöcke beziehungsweise 128,27 € für die Eierstöcke allein, gegenüber 70,60 € beim Rüden, jeweils im einfachen Satz). Das ist einer der größten Kostenfaktoren.

Größe & Gewicht

Größere Hunde brauchen mehr Narkosemittel, die nach Verbrauch berechnet werden. Bei größerem Aufwand kann der Tierarzt außerdem einen höheren Satz innerhalb des Rahmens ansetzen: Die GOT nennt Schwierigkeit und Zeitaufwand der Leistung als Kriterien (§ 2 GOT). Ein Dogge-Rüde kann deshalb mehr kosten als ein Chihuahua.

GOT-Satz

In der Regel rechnet dein Tierarzt zwischen dem 1- und 3-fachen GOT-Satz ab. Im Notdienst kann es bis zum 4-fachen Satz gehen, dazu kommt eine Notdienstgebühr von 50 €.

Region

Die GOT nennt die örtlichen Verhältnisse als Kriterium für die Höhe des Satzes (§ 2 GOT). Praxen in Großstädten wie München oder Hamburg können deshalb höhere Sätze ansetzen als Praxen auf dem Land.

Praxis vs. Klinik

Eine Tierklinik mit 24-Stunden-Überwachung kann mehr kosten als eine kleinere Praxis, zum Beispiel wenn zusätzlich ein Monitoring abgerechnet wird (Nr. 349 und 350 der GOT).

Tipp: Frag bei deinem Tierarzt vorab nach einem Kostenvoranschlag. So weißt du genau, was auf dich zukommt – und kannst dich in Ruhe vorbereiten.

Kastrationschip als Alternative: Was kostet die chemische Kastration?

Der Kastrationschip (Suprelorin-Implantat) ist eine vorübergehende Alternative zur chirurgischen Kastration – für erwachsene Hündinnen ist er allerdings nicht zugelassen. Er wird unter die Haut gesetzt und unterdrückt die Testosteron-Produktion für mindestens 6 oder 12 Monate, je nach Implantat.

Einen festen Preis nennt die GOT für den Chip nicht, denn das Implantat selbst ist ein Tierarzneimittel, das die Praxis nach der Arzneimittelpreisverordnung berechnet (§ 9 GOT). Dazu kommen die Untersuchung (Nr. 16: 23,62 €) und das Einsetzen (Nr. 211: 9,23 €), jeweils netto im einfachen Satz. Lass dir den Gesamtpreis vorab von deiner Praxis nennen.

Die Wirkung setzt nicht sofort ein: Unfruchtbar ist dein Rüde laut Fachinformation erst ab etwa 6 Wochen nach dem ersten Implantat (beim 12-Monats-Implantat ab 8 Wochen), bis dahin halte ihn von läufigen Hündinnen fern. Wie lange die Wirkung danach anhält, lässt sich nicht genau vorhersagen. Beim 6-Monats-Implantat hatte sich der Testosteronwert bei mehr als 80 % der Hunde innerhalb von 12 Monaten wieder normalisiert, beim 12-Monats-Implantat waren, gemessen am Testosteronwert, 68 % der Hunde innerhalb von zwei Jahren wieder zeugungsfähig.

Vorteile des Chips

  • Vorübergehende Wirkung statt endgültigem Eingriff
  • Kein chirurgischer Eingriff, das Implantat wird unter die Haut gesetzt
  • Guter Test vor endgültiger Kastration
  • Das Implantat ist biologisch verträglich und muss nicht entfernt werden

Nachteile des Chips

  • Für erwachsene Hündinnen nicht zugelassen
  • Muss alle 6 beziehungsweise 12 Monate erneuert werden, um die Wirkung zu halten
  • Nebenwirkungen möglich, häufig eine Schwellung an der Implantationsstelle
  • Anfangs kurzzeitig erhöhte Hormone möglich

Unser Tipp: Der Kastrationschip kann zeigen, wie dein Rüde auf den Hormonentzug reagiert, bevor du dich für die endgültige Kastration entscheidest. Unmittelbar nach dem Einsetzen kann ein kurzer Testosteronanstieg das Verhalten vorübergehend verstärken (TVT). Bei Verhaltensproblemen frag vorher einen auf Verhalten spezialisierten Tierarzt: Laut Fachinformation kann eine Kastration, ob chirurgisch oder mit dem Implantat, Aggressionsverhalten unerwartet bessern oder verschlechtern. Hunde, die schon aggressiv gegenüber anderen Hunden oder anderen Arten waren, sollen deshalb gar nicht kastriert werden.

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Wann ist eine Kastration beim Hund medizinisch notwendig?

Eine Kastration ist rechtlich kein bloßer Routine-Eingriff. Das deutsche Tierschutzgesetz (§ 6 TierSchG) verbietet das Entfernen von Organen grundsätzlich. Erlaubt ist das unter anderem, wenn der Eingriff nach tierärztlicher Indikation geboten ist. Eine Unfruchtbarmachung ist außerdem zulässig, um unkontrollierte Fortpflanzung zu verhindern oder, soweit tierärztliche Bedenken nicht entgegenstehen, für die weitere Nutzung oder Haltung des Tieres. Vornehmen darf den Eingriff nur ein Tierarzt. Nach der Stellungnahme der Tierärztlichen Vereinigung für Tierschutz (TVT) ist die Kastration beim Hund stets eine Einzelfallentscheidung, die von der tiermedizinischen Beurteilung abhängt, und die Ausnahme für unkontrollierte Fortpflanzung lässt sich nicht pauschal auf Hunde übertragen. Besprich das am besten direkt mit deinem Tierarzt.

Medizinische Gründe für eine Kastration sind zum Beispiel:

Beim Rüden: Hodentumor, Kryptorchismus (Bauchhoden), Beschwerden durch eine gutartige Prostatavergrößerung

Bei der Hündin: Gebärmutterentzündung (Pyometra), Eierstocktumoren, wiederkehrende, stark belastende Scheinträchtigkeiten

Eine Kastration allein zur Vorbeugung von Gesäugetumoren zählt nach der TVT nicht grundsätzlich als tierärztliche Indikation, weil der schützende Effekt geringer ausfällt als lange angenommen.

Die Unterscheidung zwischen medizinisch notwendig und freiwillig ist besonders wichtig, wenn du eine Hundekrankenversicherung hast. Denn: Eine freiwillige Kastration ist als Operation nicht versichert. Eine Kastration wegen einer Entzündung oder eines Tumors der Geschlechtsorgane oder wegen eines hormonabhängigen Tumors kann erstattungsfähig sein, eine Kastration wegen eines Bauchhodens (Kryptorchismus) oder wegen Scheinträchtigkeit nicht.

Kastration: Versicherung zahlt nur bei medizinischer Notwendigkeit

Freiwillige Kastration ist als OP nicht versichert. Bei Entzündung oder Tumor der Geschlechtsorgane ist sie nach 6 Monaten Wartezeit erstattungsfähig.

Eine Kastration ohne medizinische Notwendigkeit, also rein zur Verhütung oder aus persönlichen Gründen, bezuschusst die Barmenia in Basis, Top und Premium nur über die Pauschale für Gesundheitsleistungen (Vorsorge), soweit sie vereinbart ist. Im Standard-Schutz ist sie nicht enthalten, in Top und Premium lässt sie sich auf Wunsch über die Beratung zubuchen. Im Tarif Premium Plus OP zahlt die Barmenia einmalig einen Zuschuss von bis zu 150 € zur Kastration oder Sterilisation, auch ohne medizinischen Grund. Im Tarif Unfall-OP sind Kastrationen nicht versichert.

Was bei medizinisch notwendiger Kastration abgedeckt sein kann

  • OP-Kosten nach GOT bis zum 3-fachen Satz (im Notdienst bis zum 4-fachen, wenn der Tierarzt den Notfall bestätigt)
  • Narkose und vom Tierarzt verordnete Medikamente
  • OP-vorbereitende Untersuchung und Nachbehandlung

Dogcare24 arbeitet exklusiv mit der Barmenia Versicherung zusammen – so profitierst du von schneller Abwicklung und persönlicher Beratung.

Der Barmenia-Tarif Premium OP SB 0, den Dogcare24 vermittelt, wurde von Stiftung Warentest im Finanztest 05/2025 unter 121 Hunde-OP-Tarifen mit „Sehr gut (1,3)“ bewertet und trägt das Testsieger-Siegel für Hunde-OP-Versicherungen.

Übrigens: Wenn du erst versichert bist und danach eine medizinisch notwendige Kastration anfällt, greift der Schutz nach Ablauf der besonderen Wartezeit von 6 Monaten. Mehr dazu erfährst du auf unserer Seite zur Kastration und Sterilisation bei Dogcare24.

Gut zu wissen: Ob die Kosten in deinem Fall übernommen werden, klärst du am besten vor dem Eingriff mit deinem Versicherer. Bei Dogcare24 erreichst du uns jederzeit per WhatsApp oder Telefon – wir prüfen gemeinsam, ob dein Tarif die Kastration abdeckt.

Ab wann kann man einen Hund kastrieren lassen?

Eine Kastration vor der Geschlechtsreife lehnt die Tierärztliche Vereinigung für Tierschutz (TVT) grundsätzlich ab, außer bei einer medizinischen Indikation. Der beste Zeitpunkt hängt von Rasse, Größe und Geschlecht ab und ist immer eine Einzelfallentscheidung mit deinem Tierarzt.

Eine zu frühe Kastration kann die körperliche Entwicklung beeinträchtigen. Bei großen Rassen steigt nach früher Kastration das Risiko für Gelenkerkrankungen: In einer Auswertung von Patientendaten einer US-Universitätsklinik zu 35 Rassen hatten Golden-Retriever-Rüden, die vor dem 6. Lebensmonat kastriert wurden, zu 25 % Gelenkerkrankungen, unkastrierte Rüden zu 5 %. Bei früh kastrierten Hündinnen großer Rassen kommt außerdem Harninkontinenz häufiger vor. Bei kleinen Rassen fand die Studie kaum Effekte auf die Gelenke.

Was Studien zum Zeitpunkt sagen:

Kleine Rassen: kaum Einfluss auf die Gelenke, Zeitpunkt nach Beratung durch deinen Tierarzt

Labrador: Rüden eher nach dem 6. Lebensmonat, Hündinnen eher nach dem 1. Lebensjahr

Golden Retriever: Rüden eher nach dem 1. Lebensjahr, bei Hündinnen Gelenkrisiko und Krebsrisiko abwägen

Tipp: Besprich den idealen Zeitpunkt mit deinem Tierarzt. Er kennt deinen Hund und kann individuell einschätzen, wann der richtige Moment ist. Mehr zum Thema Tierarztkosten beim Hund findest du in unserem Kostenüberblick.

Welche Risiken und Folgen hat eine Kastration?

Die chirurgische Kastration ist eine Operation unter Vollnarkose. Nach Einschätzung der Tierärztlichen Vereinigung für Tierschutz (TVT) ist das Risiko für ein gesundes Tier gering und der Wundschmerz gut behandelbar, Risiken durch die Narkose und mögliche Wundinfektionen bleiben aber. Dazu kommt ein Eingriff in das Hormonsystem: Als mögliche Folgen nennt die TVT bei Hündinnen eine Harninkontinenz, außerdem ein höheres Risiko für orthopädische Erkrankungen, gesteigerten Fressdrang, Fellveränderungen und unerwünschte Auswirkungen auf das Verhalten, je nach Rasse. In einer Meta-Analyse von Fütterungsstudien lag der Erhaltungsbedarf kastrierter Hunde im Schnitt etwa ein Viertel unter dem unkastrierter Hunde, behalte deshalb die Futtermenge im Blick.

Gegen Verhaltensprobleme ist die Kastration keine Pauschallösung: Sie kann unerwünschtes Verhalten sogar verstärken und ersetzt nie das Training. Hol dir bei Problemen im Alltag zuerst den Rat eines auf Verhalten spezialisierten Tierarztes.

Fazit: Gut vorbereitet spart Überraschungen

Die Kastration gehört zu den häufigen Eingriffen beim Hund, ist aber immer eine Einzelfallentscheidung. Nach der GOT kostet der Eingriff netto 70,60 bis 211,80 € beim Rüden und 192,00 bis 576,00 € bei der Hündin. Mit Untersuchung, Narkose und Umsatzsteuer solltest du nach der Beispielrechnung oben mit rund 200 bis 600 € beim Rüden und rund 340 bis 1.030 € bei der Hündin rechnen. Wer sich bei einem Rüden unsicher ist, kann mit dem Kastrationschip erst einmal testen, wie er reagiert.

Egal ob medizinisch notwendig oder geplant: Informier dich vorher über die Kosten, frag deinen Tierarzt nach einem Kostenvoranschlag – und prüfe, ob eine Hunde-OP-Versicherung dich im Ernstfall absichern kann. So bleibst du entspannt und dein Hund bekommt die beste Versorgung.

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Häufige Fragen

Was kostet es, einen Rüden kastrieren zu lassen?

Rechne mit rund 200 bis 600 € inklusive Umsatzsteuer. Das ergibt eine Beispielrechnung nach der GOT mit allgemeiner Untersuchung (Nr. 16), Intubationsnarkose (Nr. 345) und Kastration (Nr. 377) im 1- bis 3-fachen Satz, netto 167,74 bis 503,22 €. Der Eingriff allein kostet netto 70,60 € im einfachen, 141,20 € im 2-fachen und 211,80 € im 3-fachen Satz. Medikamente, Material und Nachkontrollen kommen hinzu.

Was kostet es, eine Hündin kastrieren zu lassen?

Rechne mit rund 340 bis 1.030 € inklusive Umsatzsteuer. Die Kastration einer Hündin ist ein Baucheingriff und deshalb aufwendiger als beim Rüden. In derselben Beispielrechnung nach der GOT mit Untersuchung, Intubationsnarkose und Entfernung von Gebärmutter und Eierstöcken (Nr. 604) sind es netto 289,14 bis 867,42 €. Der Eingriff allein kostet netto 192,00 € im einfachen, 384,00 € im 2-fachen und 576,00 € im 3-fachen Satz. Medikamente, Material und Nachkontrollen kommen hinzu.

Ist Kastration oder Sterilisation günstiger?

Das lässt sich nicht pauschal sagen. Bei der Kastration werden Hoden oder Eierstöcke entfernt, bei der Sterilisation werden nur die Samen- bzw. Eileiter durchtrennt und die Hormonproduktion bleibt erhalten. Die GOT führt für Hunde keine eigene Position für die Sterilisation, der Tierarzt berechnet sie nach einer gleichwertigen Leistung (§ 8 GOT). Frag deine Praxis nach einem Kostenvoranschlag.

Wird mein Hund nach der Kastration dicker?

Viele Hunde neigen nach der Kastration zu Gewichtszunahme, weil sich der Stoffwechsel verlangsamt. Das lässt sich aber steuern: Kastrierte Hunde brauchen laut einer Meta-Analyse im Schnitt etwa ein Viertel weniger Energie als unkastrierte, bei manchen kommt ein gesteigerter Appetit dazu. Passe die Futtermenge entsprechend an, kontrolliere regelmäßig das Gewicht und sorge für ausreichend Bewegung.

Kastration: Versicherung zahlt nur bei medizinischer Notwendigkeit

Freiwillige Kastration ist als OP nicht versichert. Bei Entzündung oder Tumor der Geschlechtsorgane ist sie nach 6 Monaten Wartezeit erstattungsfähig.

Was kostet ein Kastrationschip für den Hund?

Einen festen Preis nennt die GOT nicht, denn das Implantat selbst ist ein Tierarzneimittel, das die Praxis nach der Arzneimittelpreisverordnung berechnet. Dazu kommen Untersuchung (Nr. 16: 23,62 €) und Einsetzen (Nr. 211: 9,23 €), jeweils netto im einfachen Satz. Lass dir den Gesamtpreis vorab von deiner Praxis nennen. Der Chip wirkt mindestens 6 oder 12 Monate, je nach Implantat, und ist für erwachsene Hündinnen nicht zugelassen. Er ist eine vorübergehende Alternative zur chirurgischen Kastration.

Zahlt die Hundekrankenversicherung auch den Kastrationschip?

Der Kastrationschip zählt zu den Vorsorgeleistungen und wird nicht als medizinische Operation erstattet. Ein Zuschuss ist über die Vorsorgepauschale möglich, die im Standard-Schutz nicht enthalten ist und auf Wunsch über die Beratung in Top und Premium zubuchbar ist. Bei Dogcare24 beraten wir dich gerne persönlich.

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