Rückenschmerzen beim Hund entstehen meist durch Muskelverspannungen, Bandscheibenprobleme, Spondylose oder Arthrose. Typische Symptome sind ein gekrümmter Rücken, Bewegungsunlust und Schmerzäußerungen beim Anfassen. Bei schweren Fällen können Tierarztkosten von 2.000–5.000 € entstehen.
Rückenschmerzen plagen nicht nur Menschen – auch unsere Hunde können darunter leiden. Das Tückische: Hunde zeigen Schmerzen oft erst spät, weil sie instinktiv Schwäche verbergen.
Die gute Nachricht: Mit der richtigen Behandlung – von Physiotherapie bis zur medikamentösen Therapie – können die meisten Hunde wieder schmerzfrei leben. Dogcare24 arbeitet exklusiv mit der Barmenia Versicherung zusammen.
Wichtige Fakten:
- Etwa 2/3 aller Hunde entwickeln im Laufe ihres Lebens Spondylose (Quelle: Hundephysiotherapie Leipzig)
- Eine Bandscheiben-OP kostet zwischen 2.000–5.000 € inkl. Diagnostik (Quelle: MyPetClub)
- Über 90% der operierten Hunde können wieder normal laufen (Quelle: Petolo)
- Kurzbeinige Rassen wie Dackel sind besonders gefährdet („Dackellähmung“)
Alles auf einen Blick
Rückenschmerzen beim Hund können viele Ursachen haben – von harmlosen Muskelverspannungen bis hin zu ernsthaften Erkrankungen wie einem Bandscheibenvorfall. In diesem Artikel erfährst du, wie du Rückenschmerzen bei deinem Hund erkennst, welche Ursachen dahinterstecken und was du tun kannst.
Wie erkenne ich Rückenschmerzen bei meinem Hund?
Hunde sind Meister darin, Schmerzen zu verbergen – ein Überbleibsel aus der Wildnis, wo Schwäche zeigen gefährlich war. Deshalb musst du genau hinschauen. Laut Vetepedia versuchen Hunde zunächst, ihre Schmerzen zu verstecken – achte deshalb auf subtile Verhaltensänderungen.
Die häufigsten Symptome bei Rückenschmerzen sind:
Körperhaltung und Bewegung
- Gekrümmter oder aufgewölbter Rücken (Katzenbuckel)
- Steifer Gang oder Lahmheit
- Zögern vor dem Aufstehen oder Hinlegen
- Probleme beim Treppensteigen
- Schwanz unter den Bauch gezogen
- Gesenkter Kopf
Verhaltensänderungen
- Plötzliches Aufschreien bei Bewegungen
- Empfindlichkeit beim Berühren des Rückens
- Knurren oder Schnappen beim Anfassen
- Weniger Spielfreude und Bewegungslust
- Ungewohnte Sitz- oder Liegepositionen
Wenn dein Hund plötzlich humpelt oder sich auffällig verhält, solltest du aufmerksam werden.
Was sind die häufigsten Ursachen?
Rückenschmerzen entstehen durch Veränderungen an Knochen, Bandscheiben oder der Muskulatur. Die Ursachen sind vielfältig:
Bandscheibenerkrankungen (Diskopathie)
Der Bandscheibenvorfall beim Hund – auch „Dackellähmung“ genannt – ist eine der häufigsten Ursachen für akute Rückenschmerzen. Dabei nutzen sich die Bandscheiben ab oder rutschen heraus und drücken auf das Rückenmark.
Besonders gefährdet sind: Dackel, Französische Bulldoggen, Beagle, Pekinesen und Basset Hounds.
Spondylose
Bei der Spondylose bilden sich knöcherne Auswüchse (Spondylophyten) an den Wirbelkörpern. Diese degenerative Erkrankung betrifft etwa zwei Drittel aller Hunde im Laufe ihres Lebens.
Muskelverspannungen
Verspannungen entstehen oft durch Kälte und Nässe, plötzliche Bewegungen oder Überlastung.
Weitere Ursachen
- Arthrose: Gelenkverschleiß, sehr häufig bei älteren Hunden
- Übergewicht: Belastet Wirbelsäule und Gelenke
- Organerkrankungen: Nieren-, Blasen- oder Prostataprobleme
- Traumata: Unfälle, Stürze, Bisse
- Tumore: Wirbelsäulentumore (selten)
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Wähle deinen persönlichen Fokus für die Absicherung.
Wie kritisch wäre eine plötzliche 4.000€ Rechnung beim Tierarzt?
Wirklich nur im Notfall oder auch zur regelmäßigen Vorsorge?
Das Alter ist entscheidend für die Tarifannahme.
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Was hilft bei Rückenschmerzen?
Bei leichten Rückenschmerzen kannst du deinem Hund mit einfachen Maßnahmen helfen. Wichtig: Bei starken Schmerzen, Lähmungen oder Inkontinenz sofort zum Tierarzt!
Wärme
- Wärmekissen oder Kirschkernkissen (nicht zu heiß!)
- Wärmelampe mit Abstand
- Warme Decke auf dem Liegeplatz
Ruhe und Schonung
- Kurze, ruhige Spaziergänge an der Leine
- Keine Sprünge (Auto, Sofa, Bett)
- Treppen vermeiden – nutze eine Hunderampe
- Kein Ballspielen oder Toben
Massage
Sanfte Massagen können laut Doggy Fitness Verspannungen lösen. Wichtig: Niemals direkt auf schmerzende Stellen drücken – wenn der Hund sich wehrt, sofort aufhören!
Ergänzungsfuttermittel
- Grünlippmuschelpulver für Knorpel und Gelenke
- Hagebuttenpulver mit natürlichem Vitamin C
- Omega-3-Fettsäuren (entzündungshemmend)
Diese Mittel sind eine Ergänzung, kein Ersatz für tierärztliche Behandlung!
⚠️ Niemals menschliche Schmerzmittel geben! Ibuprofen, Paracetamol und Aspirin sind für Hunde giftig und können tödlich sein. Nur vom Tierarzt verschriebene Schmerzmittel für Hunde sind sicher dosiert.
Wann muss ich zum Tierarzt?
- Anhaltende Schmerzen über 24–48 Stunden
- Lähmungserscheinungen an den Beinen
- Kontrollverlust über Blase oder Darm
- Plötzliches Aufschreien oder extreme Berührungsempfindlichkeit
- Fieber zusätzlich zu den Rückenschmerzen
- Keine Besserung trotz Ruhe
Notfall: Bei plötzlicher Lähmung der Hinterbeine oder Inkontinenz – sofort in die Tierklinik!
Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es?
Konservative Behandlung
- Schmerzmittel (entzündungshemmende Medikamente)
- Muskelrelaxantien
- Strikte Ruhe (oft mehrere Wochen)
- Physiotherapie
Physiotherapie
Die Physiotherapie spielt eine zentrale Rolle bei der Behandlung von Rückenschmerzen:
- Massagen zur Lockerung der Muskulatur
- Unterwasserlaufband
- Elektrotherapie zur Schmerzlinderung
- Gezielte Übungen zum Muskelaufbau
Im Premium-Tarif von Dogcare24 sind Physiotherapie und alternative Heilmethoden mitversichert!
Operative Behandlung
Eine Operation ist notwendig bei schweren Bandscheibenvorfällen mit Lähmungen oder wenn die konservative Therapie nicht hilft. Über 90% der operierten Hunde können wieder normal laufen.
Was kostet die Behandlung?
Die Tierarztkosten variieren je nach Diagnose und Behandlung erheblich:
- Tierärztliche Untersuchung: 50–100 €
- Röntgen Wirbelsäule: 100–200 €
- MRT/CT: 500–1.500 €
- Konservative Behandlung: 200–800 €
- Bandscheiben-OP: 2.000–4.000 €
- OP + Diagnostik + Nachsorge: 3.000–5.000 €
- Physiotherapie pro Sitzung: 40–80 €
Rechenbeispiel Bandscheibenvorfall: MRT (1.200 €) + Operation (3.000 €) + Klinikaufenthalt (500 €) + Physiotherapie (600 €) = Gesamt: 5.300 €
Ein MRT kostet laut GOT 2024 zwischen 500–1.500 €.
Mit der Hundekrankenversicherung von Dogcare24 bist du vor solchen Kosten geschützt – ohne Vorkasse dank Direktabrechnung.
Vorbeugung: So schützt du deinen Hund
Gewichtskontrolle
Übergewicht ist einer der größten Risikofaktoren. Jedes Kilo zu viel belastet die Wirbelsäule zusätzlich.
Bewegung ja, Überlastung nein
- Regelmäßige, moderate Bewegung stärkt die Rückenmuskulatur
- Keine Stöckchen- oder Ballspiele mit abruptem Stoppen
- Schwimmen ist ideal – schonend für die Gelenke
Alltagsanpassungen
- Hunderampe für den Einstieg ins Auto
- Orthopädisches Hundebett entlastet die Wirbelsäule
- Brustgeschirr statt Halsband vermeidet Druck
- Treppen vermeiden bei gefährdeten Rassen
Häufig gestellte Fragen
Wie zeigt ein Hund Rückenschmerzen?
Ein Hund mit Rückenschmerzen zeigt oft einen gekrümmten Rücken, bewegt sich steif und zögert vor dem Aufstehen. Er kann beim Anfassen des Rückens empfindlich reagieren, aufschreien oder sogar schnappen.
Kann ich meinem Hund bei Rückenschmerzen mit Hausmitteln helfen?
Bei leichten Verspannungen können Wärme, Ruhe und sanfte Massage helfen. Auch Grünlippmuschelpulver und Hagebuttenpulver unterstützen die Gelenke. Diese Hausmittel sind aber kein Ersatz für eine tierärztliche Untersuchung bei anhaltenden Beschwerden.
Wie lange dauert die Heilung bei Rückenschmerzen?
Das hängt von der Ursache ab. Leichte Muskelverspannungen können binnen weniger Tage abklingen. Bei einem Bandscheibenvorfall dauert die Genesung ohne OP mehrere Wochen bis Monate, nach einer OP etwa 6–12 Wochen mit konsequenter Physiotherapie.
Übernimmt die Hundekrankenversicherung die Kosten?
Ja! Die Hundekrankenversicherung von Dogcare24 übernimmt die Kosten für Diagnostik (Röntgen, MRT), Behandlung und Operationen. Im Premium-Tarif ist sogar Physiotherapie enthalten.
Fazit
Rückenschmerzen beim Hund sind keine Seltenheit – besonders bei älteren Hunden oder bestimmten Rassen. Je früher du die Symptome erkennst und handelst, desto besser sind die Heilungschancen.
Die Behandlung kann teuer werden: Eine Bandscheiben-OP mit Diagnostik und Nachsorge kostet schnell über 5.000 €. Mit einer Hundekrankenversicherung von Dogcare24 bist du auf der sicheren Seite.





