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Hundegesundheit

Hund einäschern Kosten: Preise, Ablauf und Alternativen

7 Min. LesezeitAktualisiert: 08. September 2026
Älterer Golden Retriever mit hellem Fell liegt ruhig auf einer cremefarbenen Decke im sonnigen Wohnzimmer

KI-generierte Symbolbilder

Inhaltsverzeichnis

Die Einäscherung eines Hundes kostet in Deutschland je nach Gewicht und Verfahren rund 80 bis 450 Euro. Entscheidend sind zwei Fragen: Wie schwer ist dein Hund, und soll er einzeln kremiert werden, damit du die Asche zurückbekommst? Eine Sammeleinäscherung liegt meist zwischen 80 und 290 Euro, eine Einzeleinäscherung mit Rückgabe der Asche zwischen etwa 190 und 450 Euro. Dazu kommen Abholung, Urne und mögliche Zuschläge.

Das Wichtigste in Kürze

  • Sammeleinäscherung (mehrere Tiere gemeinsam, keine Rückgabe der Asche): rund 80 bis 290 Euro, gestaffelt nach Gewicht.
  • Einzeleinäscherung (dein Hund allein, Asche kommt zurück): rund 190 bis 450 Euro.
  • Zusatzkosten: Abholung ab etwa 25 Euro, Urnenversand rund 18 Euro, Abschiedsraum oder fester Termin rund 40 Euro, dazu Energiezuschläge einzelner Krematorien.
  • Die günstigste Variante ist die Abgabe beim Tierarzt zur Tierkörperbeseitigung für rund 20 Euro, allerdings ohne Urne und ohne Grab.
  • Bestattungskosten sind keine Heilbehandlung. Eine Hundekrankenversicherung übernimmt die Einäscherung nicht.

Was kostet es, einen Hund einäschern zu lassen?

Beim Hund richtet sich der Preis der Einäscherung fast immer nach dem Gewicht, weil schwerere Tiere längere Ofenzeiten und mehr Energie brauchen. Die folgenden Spannen stammen aus den veröffentlichten Preislisten zweier deutscher Tierkrematorien, der Tierbestattung Schönhalde und des Tierkrematoriums Himmelswelt (Stand September 2026).

Gewicht des HundesSammeleinäscherungEinzeleinäscherung
bis 10 kgca. 80 bis 140 Euroca. 190 bis 270 Euro
10 bis 20 kgca. 165 bis 170 Euroca. 295 bis 315 Euro
20 bis 30 kgca. 190 bis 195 Euroca. 340 Euro
30 bis 40 kgca. 210 bis 220 Euroca. 370 Euro
40 bis 50 kgca. 245 bis 250 Euroca. 385 bis 410 Euro
über 50 kgab ca. 260 Euroab ca. 405 Euro

Die Stiftung Warentest nennt für Tierkremierungen eine Spanne von rund 100 bis 300 Euro. Beide Angaben passen zusammen: Kleine bis mittelgroße Hunde landen im mittleren dreistelligen Bereich, ein Bernhardiner oder eine Dogge kostet deutlich mehr als ein Zwergpinscher. Frag beim Krematorium immer nach dem Gesamtpreis inklusive aller Zuschläge, nicht nur nach dem Tabellenpreis.

Sammeleinäscherung oder Einzeleinäscherung: Was ist der Unterschied?

Bei der Einzeleinäscherung wird dein Hund allein im Ofen kremiert, seine Asche bleibt eindeutig seine und kommt in einer Urne zu dir zurück. Bei der Sammeleinäscherung, oft auch Gemeinschaftskremierung genannt, werden mehrere Tiere zusammen eingeäschert, die Aschen vermischen sich und werden anschließend auf einem Streubeet oder einer Gemeinschaftsgrabstätte des Krematoriums beigesetzt.

Damit die Zuordnung bei der Einzeleinäscherung nachvollziehbar bleibt, legen seriöse Betriebe dem Tier vor dem Einfahren in den Ofen einen nummerierten Schamottestein bei, der die Hitze übersteht und die Asche identifizierbar macht. Das beschreibt unter anderem die Rosengarten Tierbestattung in ihrer Ablaufbeschreibung. Frag ruhig nach diesem Verfahren, es ist ein gutes Erkennungsmerkmal für einen sauber arbeitenden Anbieter.

Der Preisunterschied zwischen beiden Verfahren liegt je nach Gewicht bei etwa 100 bis 180 Euro. Wenn du dir eine Urne oder einen Ort zum Trauern wünschst, führt am Einzelverfahren kein Weg vorbei.

Welche Zusatzkosten kommen zur Einäscherung dazu?

Der Einäscherungspreis ist selten der Endpreis. Diese Posten tauchen bei den meisten Tierkrematorien zusätzlich auf:

  • Abholung und Überführung: im Nahbereich oft rund 25 bis 40 Euro, bei größerer Entfernung deutlich mehr. Manche Anbieter holen rund um die Uhr ab, andere nur werktags.
  • Fester Einäscherungstermin oder Abschiedsraum: rund 40 Euro, wenn du dabei sein oder dich in Ruhe verabschieden möchtest.
  • Urne: eine schlichte Aschekapsel ist meist enthalten, Keramik-, Holz- oder Schmuckurnen kosten extra.
  • Urnenversand: rund 18 Euro, wenn du die Urne nicht selbst abholst.
  • Energiezuschläge: einzelne Krematorien erheben inzwischen Pauschalen von rund 30 Euro auf jede Einäscherung.

Ein realistischer Gesamtbetrag für einen 20-Kilo-Hund mit Einzeleinäscherung, Abholung und Urnenversand liegt damit eher bei 350 bis 400 Euro als bei den 310 Euro aus der Preisliste.

Was kostet ein Grab auf dem Tierfriedhof?

Ein Grab auf dem Tierfriedhof kostet zusätzlich zur Bestattung eine jährliche Grabmiete von etwa 50 bis 120 Euro. Nach Angaben des Bundesverbands Deutscher Bestatter gibt es in Deutschland rund 160 Tierfriedhöfe, auf denen jährlich etwa 10.000 Haustiere beigesetzt werden.

Es gibt inzwischen auch Friedhöfe, auf denen Mensch und Tier gemeinsam bestattet werden dürfen. Die Stiftung Warentest nennt dafür knapp 70 Euro im Jahr für ein Freundschaftsgrab und gut 90 Euro im Jahr für ein Familiengrab, üblicherweise mit mindestens 20 Jahren Laufzeit, dazu rund 300 Euro je Beisetzung. Über die volle Laufzeit ist das die mit Abstand teuerste Variante, für viele Halter aber genau der Ort, den sie brauchen.

Darfst du deinen Hund im eigenen Garten begraben?

Ja, unter klaren Bedingungen. Maßgeblich ist § 27 der Tierische Nebenprodukte-Beseitigungsverordnung: Heimtiere dürfen auf dem eigenen Grundstück des Tierhalters oder an einem behördlich zugelassenen Platz vergraben werden, nicht in Wasserschutzgebieten und nicht in unmittelbarer Nähe öffentlicher Wege und Plätze. Der Tierkörper muss mit einer mindestens 50 Zentimeter starken Erdschicht bedeckt sein, gemessen ab dem Rand der Grube.

In der Praxis heißt das: ein bis zwei Meter Abstand zu öffentlichen Wegen, kein Plastik als Umhüllung, sondern Pappe oder Baumwolle, und kein Tier, das an einer anzeigepflichtigen Tierseuche gestorben ist. Die Stiftung Warentest weist außerdem darauf hin, dass Bremen die Gartenbestattung wegen der hohen Grundwasserstände generell untersagt. Wer zur Miete wohnt, braucht die Zustimmung der Eigentümerseite. Ruf im Zweifel kurz beim zuständigen Veterinäramt an, das klärt die örtliche Lage in fünf Minuten. Diese Variante kostet nichts außer Zeit und Kraft.

Was kostet die Abgabe beim Tierarzt?

Wenn du deinen Hund in der Praxis lässt, übernimmt der Tierarzt die Übergabe an die Tierkörperbeseitigung. Diese Sammelentsorgung kostet laut Stiftung Warentest rund 20 Euro für einen Hund, je nach Bundesland und Gewicht auch etwas mehr. Du bekommst dabei keine Asche, keine Urne und kein Grab. Für viele Halter ist das trotzdem der richtige Weg, und es ist keine schlechtere Entscheidung, sondern eine andere.

Davon getrennt zu betrachten sind die tierärztlichen Leistungen selbst, also Untersuchung, Sedierung und die Einschläferung. Sie werden nach der Gebührenordnung für Tierärzte abgerechnet. In der regulären Sprechstunde reicht der Rahmen nach § 2 GOT vom einfachen bis zum dreifachen Gebührensatz, je nach Schwierigkeit und Zeitaufwand. Im tierärztlichen Notdienst gilt § 4 GOT: nachts, am Wochenende und an Feiertagen steigen die Sätze auf das Zweifache und dürfen bis auf das Vierfache gehen, dazu kommt eine Notdienstgebühr von 50 Euro netto. Wie sich diese Kosten zusammensetzen und woran du den richtigen Zeitpunkt erkennst, steht ausführlich im Ratgeber zu Kosten und Ablauf beim Einschläfern des Hundes.

Zahlt die Hundekrankenversicherung die Einäscherung?

Nein. Die Einäscherung, die Urne und ein Grab sind keine tierärztliche Heilbehandlung, deshalb sind sie in den Bedingungen einer Hundekrankenversicherung nicht erfasst. Versichert ist, was davor passiert: Diagnostik, Behandlung, Operationen. Genau dort entstehen im letzten Lebensjahr eines Hundes oft die vierstelligen Beträge, nicht bei der Bestattung. Welche Posten das im Einzelnen sind, zeigt die Übersicht zu den Tierarztkosten beim Hund nach GOT.

Wer einen älteren Hund hat, sollte den Schutz nicht auf die lange Bank schieben, weil Aufnahmealter und bekannte Vorerkrankungen die Auswahl mit jedem Jahr enger machen. Was dabei noch geht, steht im Ratgeber zur Hundekrankenversicherung für ältere Hunde ab 7 Jahren.

Wenn du wissen möchtest, was ein Schutz für deinen Hund konkret kosten würde: Über den Beitragsrechner hast du das Ergebnis in rund zwei Minuten, ohne Telefonat.

Wie läuft die Einäscherung ab?

Der Ablauf ist bei den meisten Anbietern gleich und dauert von der Abholung bis zur Urne rund ein bis drei Wochen. In dieser Reihenfolge passiert es:

  1. Dein Hund wird beim Tierarzt oder zu Hause abgeholt, viele Krematorien fahren auch abends und am Wochenende.
  2. Bis zur Kremierung wird er gekühlt aufbewahrt.
  3. Bei der Einzeleinäscherung wird ein nummerierter Schamottestein beigelegt, danach folgt die Kremierung.
  4. Die Asche wird in eine Kapsel oder die gewählte Urne gefüllt.
  5. Du holst die Urne ab oder bekommst sie zugeschickt.

Wenn du beim Abschied dabei sein möchtest, sag das gleich beim ersten Telefonat. Feste Termine und Abschiedsräume müssen vorab reserviert werden und sind nicht überall verfügbar.

Was du nach dem Tod deines Hundes noch erledigen solltest

Neben der Bestattung bleiben ein paar formale Dinge, die sonst noch Monate später Post erzeugen:

  • Hundesteuer bei der Gemeinde abmelden, meist genügt eine formlose Mitteilung mit dem Sterbedatum.
  • Die Chipnummer im Haustierregister abmelden. Wie die Registrierung funktioniert und was sie kostet, steht im Ratgeber zum Chippen des Hundes und den Kosten.
  • Hundehaftpflicht und Krankenversicherung kündigen, dafür reicht in der Regel eine Kopie der Tierarztrechnung oder der Krematoriumsbestätigung.

Dieser Ratgeber ersetzt keinen Tierarztbesuch. Wenn dein Hund krank ist oder du unsicher bist, ob der Zeitpunkt gekommen ist, sprich mit deiner Tierärztin oder deinem Tierarzt. Für die rechtlichen Fragen rund um Bestattung und Gartengrab ist das örtliche Veterinäramt die richtige Auskunft.

Häufige Fragen

Je nach Gewicht und Verfahren rund 80 bis 450 Euro. Eine Sammeleinäscherung liegt meist zwischen 80 und 290 Euro, eine Einzeleinäscherung mit Rückgabe der Asche zwischen etwa 190 und 450 Euro. Abholung, Urne und Zuschläge kommen dazu.

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