Herzkrankheiten beim Hund: Erkennen, Handeln, Vorbeugen
Die kurze Antwort
Bei Herzkrankheiten beim Hund arbeiten Herz oder Herzklappen nicht mehr richtig, am häufigsten ist die Mitralklappeninsuffizienz bei kleinen Hunden, vor allem ab 8 Jahren. Typische Warnzeichen sind Husten, schnelle Ermüdung und Atemprobleme, daher gehört jeder neue oder anhaltende Husten zum Tierarzt. Heilbar sind strukturelle Herzerkrankungen nicht, die Symptome lassen sich mit Medikamenten aber kontrollieren.
Inhalt11 Abschnitte
Was du wissen musst:
- Herzkrankheiten sind bei Hunden häufiger, als viele Besitzer denken – vor allem bei älteren Hunden und kleinen Rassen
- Symptome wie Husten, Kurzatmigkeit und Müdigkeit können Zeichen einer Herzerkrankung sein
- Frühe Diagnose & regelmäßige Tierarzt-Besuche retten Hundeleben
- Mit der passenden Versicherung trägst du die Kosten nicht allein, je nach Tarif, Jahresbudget und Selbstbeteiligung
Wichtigste Punkte:
- Es gibt verschiedene Arten von Hundeherzerkrankungen (Mitralklappeninsuffizienz, Dilatative Kardiomyopathie)
- Besonders kleine Hunde & ältere Hunde sind gefährdet
- Symptome entwickeln sich oft schleichend – Achtsamkeit zählt
- Tierärztliche Kontrollen (Ultraschall, EKG) helfen frühzeitig zu erkennen
- Diagnostik und Behandlung lassen sich im Vollschutz über Dogcare24 absichern
1. Was ist eine Herzerkrankung beim Hund?
Das Hundeherz ist ein kraftvoller Muskel. Es pumpt Blut durch den Körper deines Hundes – Tag und Nacht, ohne Pause. Wenn dieses Organ anfängt, Probleme zu machen, merkt dein Hund das schnell. Eine Herzerkrankung beim Hund ist eine Fehlfunktion des Herzens oder der Herzklappen. Sie hindert das Herz daran, richtig zu arbeiten. Das bedeutet: Nicht genug sauerstoffreiches Blut kommt in den Körper.
Warum ist das gefährlich?
Wenn das Herz nicht optimal pumpt, muss dein Hund mehr atmen. Die Lunge staut sich. Der Körper braucht länger, um sich zu erholen. Am schlimmsten: Ohne Behandlung kann es zu plötzlichen Notfällen führen.
Gute Nachricht: Mit frühzeitiger Diagnose und der richtigen Behandlung können viele Hunde noch lange glücklich leben.
2. Die häufigsten Herzerkrankungen bei Hunden
Nicht alle Herzerkrankungen sind gleich. Hier sind die drei wichtigsten Typen:
Mitralklappeninsuffizienz (MMVD) – Die häufigste
- Was passiert: Die Mitralklappe schließt nicht mehr richtig. Blut fließt zurück in die Lunge statt vorwärts in den Körper.
- Wer ist gefährdet: Kleine Hunde (Chihuahua, Dackel, Malteser) – vor allem ab 8 Jahren
- Symptome: Trockener Husten (vor allem nachts oder nach Bewegung), schnellere Ermüdung, Atemprobleme
- Externe Quelle: Veterinärmedizinische Universität Wien – Herzerkrankungen bei Hunden
Dilatative Kardiomyopathie (DCM)
- Was passiert: Die Herzwand wird schwächer und dünner. Das Herz vergrößert sich, wird aber weniger leistungsfähig.
- Wer ist gefährdet: Große Hunderassen (Golden Retriever, Schäferhund, Boxer) – oft jüngere Hunde (4–10 Jahre)
- Symptome: Schwäche, Kurzatmigkeit in Ruhe, schneller Herzschlag, Kollaps nach Bewegung
- Fakt: Manche Hunde zeigen jahrelang keine Symptome, bis die Krankheit fortgeschritten ist. Regelmäßige Check-ups sind entscheidend!
Endokarditis (Herzinnenhautentzündung)
- Was passiert: Bakterien besiedeln die Herzinnenhaut. Das führt zu Entzündung und Schädigung der Herzklappen.
- Wie entsteht sie: Oft durch Zahnkrankheiten oder Infektionen, die in die Blutbahn gelangen
- Symptome: Fieber, Lethargie, schneller Herzschlag, Herzgeräusche
3. Erkennst du die Zeichen? Symptome richtig deuten
Dein Hund kann nicht sagen: "Mir geht's nicht gut." Aber sein Körper sendet Signale. Hier sind die Warnsignale einer möglichen Herzerkrankung:
Atemprobleme & Husten
- Trockener, bellender Husten – besonders nachts oder nach Anstrengung
- Schnellere oder schwere Atmung auch in Ruhe
- Hechelt mehr als sonst, ohne dass es heiß ist
Müdigkeit & Lethargie
- Dein Hund mag nicht mehr spazieren gehen
- Er schläft mehr als gewöhnlich
- Er spielt nicht mehr mit Interesse
Kollaps oder Bewusstlosigkeit
- Plötzliches Umfallen nach Anstrengung
- Schwäche in den Hinterbeinen
Bauchschwellungen
- Der Bauch wirkt aufgebläht
- Fühlt sich gespannt an
Herzgeräusche
- Der Tierarzt hört ein abnormales Geräusch beim Abhören
WICHTIG: Nicht jeder Husten ist eine Herzerkrankung – aber jeder neue oder anhaltende Husten verdient einen Tierarzt-Besuch. Sicherheit geht vor!
4. Wie wird eine Herzerkrankung diagnostiziert?
Dein Tierarzt wird mehrere Schritte unternehmen:
1. Klinische Untersuchung
Der Tierarzt höbert das Herz ab und hört, ob es auffällige Geräusche gibt.
2. Blutuntersuchung
Spezifische Werte zeigen, ob das Herz unter Stress steht (z.B. das Hormon BNP).
3. Röntgen
Zeigt, ob sich das Herz vergrößert hat oder die Lunge gestaut ist.
4. Ultraschall (Echokardiografie)
- Das ist die Gold-Standard-Diagnose. Der Tierarzt sieht die Herzklappen in Bewegung und kann Probleme genau erkennen.
- Externe Ressource: Deutsche Gesellschaft für Veterinärkardiologie – Info zur modernen Herzdiagnostik
5. EKG
Zeigt die elektrische Aktivität des Herzens und kann Rhythmusstörungen aufdecken.
5. Behandlung: Was dein Tierarzt empfehlen kann
Es gibt keine Heilung für strukturelle Herzerkrankungen – aber es gibt Wege, die Symptome zu kontrollieren und deinen Hund komfortabel zu halten. Diese Behandlung mit Medikamenten und regelmäßigen Kontrollen zahlt ein Vollschutz im Rahmen des jährlichen Budgets, allerdings nur, wenn die Herzerkrankung bei Vertragsbeginn noch nicht bekannt war und nicht schon in der Wartezeit von 30 Tagen auffiel.
Medikamentöse Therapie
ACE-Hemmer (z.B. Enalapril)
- Helfen dem Herz, effizienter zu pumpen
- Senken den Blutdruck
Diuretika (Entwässerungsmittel)
- Helfen, Flüssigkeit aus der Lunge zu entfernen
- Erleichtern das Atmen
Beta-Blocker
- Verlangsamen den Herzschlag
- Senken den Blutdruck
Herzglykoside (z.B. Digitalis)
- Verstärken die Herzkontraktion
Ernährungsumstellung
- Natriumarm: Weniger Salz reduziert Wassereinlagerung
- Hochwertige Proteine: Unterstützen die Herzmuskulatur
- Omega-3-Fettsäuren: Entzündungshemmend und herzfreundlich
Unser Tipp: Spezialfutter für Herzhunde findest du unter tierärztlicher Empfehlung – frag deinen Tierarzt!
Aktivität & Ruhe
- Leichte, regelmäßige Bewegung statt intensives Training
- Keine Hitzestress
- Ausreichend Ruhe- und Schlafphasen
6. Kostet die Behandlung viel? Was übernimmt deine Versicherung?
Ja, Herzerkrankungen können teuer werden. Ein Ultraschall kostet oft 150–300 €. Blutuntersuchungen 50–100 €. Medikamente sind monatlich fällig.
Hier kommt die Absicherung ins Spiel: Mit einer Versicherung der Barmenia über Dogcare24 zahlst du diese Kosten nicht allein, je nach Tarif (ambulante Leistungen nur in Basis, Top und Premium im Rahmen des jährlichen Budgets, Operationen auch im OP-Schutz):
- Diagnostik (Ultraschall, Bluttests, Röntgen)
- Tierarztgebühren
- Medikamentöse Behandlung
- Notfall-Operationen
So konzentrierst du dich auf das, was zählt: Die Gesundheit deines Hundes.
Kostenbeispiel: Eine Herz-Ultraschalluntersuchung kostet rund 200 €. In den Tarifen mit ambulantem Schutz (Basis, TOP, Premium) übernimmt die Barmenia solche Untersuchungen im Rahmen des jährlichen Budgets, abzüglich einer vereinbarten Selbstbeteiligung. Der reine OP-Schutz zahlt eine Untersuchung ohne Operation nicht. Rechne hier deine persönliche Prämie aus.
7. Kann ich eine Herzerkrankung vorbeugen?
Nicht alle Herzerkrankungen lassen sich verhindern – manche Hunde sind genetisch anfälliger. Aber du kannst die Wahrscheinlichkeit senken:
Regelmäßige Tierarzt-Besuche
- Mindestens 1x pro Jahr – ab 7 Jahren: 2x pro Jahr
- Der Tierarzt hört dein Hundeherz ab
Zahngesundheit
- Zahn-Infektionen können zu Endokarditis führen
- Regelmäßige Zahnreinigung ist Herzprävention
Gesunde Ernährung
- Kein Übergewicht (Extra-Pfunde belasten das Herz)
- Ausreichend Bewegung
Stressreduktion
- Ein entspannter, glücklicher Hund hat ein stärkeres Herz
- Regelmäßige Pausen vom intensiven Training
Züchter-Wahl
- Wenn du einen Welpen kaufst: Frag nach Herz-Gesundheit der Eltern
- Verantwortungsvolle Züchter lassen ihre Hunde untersuchen
8. Herzerkrankung = Langfristige Pflege
Mit der richtigen Behandlung können Hunde mit Herzerkrankungen noch
viele glückliche Jahre haben. Das Wichtigste ist: ✅ Früh erkennen – Achtsamkeit zählt ✅ Regelmäßig kontrollieren – Routine-Besuche sind dein Radar ✅ Konsequent behandeln – Medikamente nicht vergessen ✅ Versichert sein – Damit du nicht sparen musst, wenn es zähltFazit: Du bist nicht allein
Wenn dein Hund eine Herzerkrankung hat – das ist nicht das Ende. Es ist der Anfang einer intensiveren Fürsorge. Tausende von Hundebesitzern sind in deiner Situation und ihre Hunde leben glücklich weiter. Mit der richtigen tierärztlichen Versorgung, guter Pflege – und mit Dogcare24 im Rücken – kannst du deinem Hund die beste Chance geben. Denn dein Hund ist nicht nur ein Haustier. Für dich ist er Familie. Für uns auch. 👉 Jetzt Beitrag für deinen Hund berechnen – und dich für den Ernstfall absichern!
Weiterführende Ressourcen
- Externe: American Heart Association – Pet Health – Englischsprachig, aber sehr zuverlässig
- Extern: Tierärztekammer – finde einen Kardiologen in deiner Nähe
- Intern: Weitere Blogbeiträge zur Hundegesundheit auf Dogcare24
- Intern: Hundekrankenversicherung der Barmenia – jetzt Beitrag berechnen
Dieser Beitrag wird regelmäßig aktualisiert und basiert auf aktuellen veterinärmedizinischen Erkenntnissen.
Passend dazu: Dobermann Krankheiten: Herz, Blut und Wirbelsäule im Blick
Unsere Tarife im Überblick
Vom günstigen OP-Schutz bis zum Premium-Vollschutz. Der Beitrag hängt von Größe und Alter deines Hundes ab.
Testsieger der Barmenia · Stiftung Warentest SEHR GUT (1,3)Finanztest 05/2025, Barmenia Premium OP SB 0
Deinen Beitrag berechnenHäufige Fragen
Was sind die häufigsten Symptome von Herzkrankheiten bei Hunden?
Häufige Symptome sind Husten, Kurzatmigkeit, Müdigkeit und Leistungsabfall. Manchmal kann auch eine Bauchspeicheldrüse angeschwollen oder Wasseransammlungen im Bauch sichtbar sein.
Wie kann ich Herzkrankheiten bei meinem Hund vorbeugen?
Eine gesunde Ernährung, regelmäßige Bewegung und Vorsorgeuntersuchungen beim Tierarzt können helfen, Herzkrankheiten vorzubeugen. Auch das Vermeiden von Übergewicht ist wichtig.
Wann sollte ich meinen Hund auf Herzkrankheiten untersuchen lassen?
Es empfiehlt sich, jährliche Gesundheitschecks beim Tierarzt durchzuführen, besonders bei älteren Hunden oder kleinen Rassen, die ein höheres Risiko haben.
Warum sind kleine Rassen anfälliger für Herzkrankheiten?
Kleine Rassen haben oft genetische Dispositionen, die sie anfälliger für Herzprobleme machen. Zudem können sie im Vergleich zu größeren Rassen schneller an Herzschwäche leiden.
Kann eine Hundekrankenversicherung die Kosten für die Behandlung von Herzkrankheiten abdecken?
Ja, die Barmenia-Tarife Basis, Top und Premium erstatten Diagnose und Behandlung von Herzkrankheiten im Rahmen des jährlichen Budgets, sofern die Erkrankung bei Vertragsbeginn noch nicht bekannt war und nicht schon in der Wartezeit von 30 Tagen auffiel. Es ist jedoch wichtig, die Versicherungsbedingungen zu prüfen.
Gesundheitsinhalte ersetzen keine tierärztliche Beratung.


