Ab welchem Alter kann ich meinen Welpen versichern?
Ab 2 Monaten nach der Geburt, also mit etwa 8 Wochen. Ideal sind die ersten Tage nach dem Einzug, bevor ein Tierarztbesuch eine Diagnose in die Akte bringt, denn was vor Versicherungsbeginn bekannt ist, bleibt später ausgeschlossen. In diesem Alter kannst du zwischen OP-Schutz und Vollschutz frei wählen.
Deckt die Welpenversicherung auch die ersten Impfungen ab?
Nein, Impfungen, Wurmkuren und Gesundheitschecks gelten als Vorsorge und sind nicht versichert. In den Vollschutz-Tarifen TOP und Premium kannst du in der Beratung ein Vorsorge- und Zahnpaket dazubuchen, das bis 70 € (TOP) oder 100 € (Premium) im Jahr zahlt. Im Online-Abschluss ist es nicht enthalten. Die Impfung lohnt sich trotzdem doppelt: Staupe und Parvovirose sind nur mit Impfschutz versichert.
Was ist mit angeborenen Krankheiten beim Welpen?
Was bei Versicherungsbeginn schon bekannt ist, ist ausgeschlossen. Für einige typische Befunde gelten besondere Wartezeiten: 6 Monate für Nabelbruch und Entropium, 18 Monate für HD, ED und Patellaluxation. Nicht versichert sind Kryptorchismus, Operationen für den Rassestandard und das brachyzephale Syndrom. Ein früher Abschluss ist deshalb wichtig.
Warum ist der frühe Einstieg in die Hundekrankenversicherung sinnvoll?
Weil dein Welpe noch keine Vorgeschichte hat, die ausgeschlossen werden könnte. Dazu kommt der niedrigste Beitrag der jüngsten Altersgruppe. Außerdem laufen die Wartezeiten ab, während dein Hund noch jung ist: Die 18 Monate für HD und ED sind bei einem Abschluss mit 2 Monaten vorbei, bevor viele Gelenkprobleme erstmals auffallen.
Welcher Tarif ist für einen Welpen am besten geeignet?
Das hängt davon ab, welches Risiko du selbst tragen willst. Willst du vor allem teure Operationen absichern, passt der OP-Schutz. Möchtest du auch Durchfall, Giardien oder Ohrenentzündungen versichern, wählst du den Vollschutz: Basis mit 400 €, TOP mit 800 € im Jahr für Behandlungen ohne OP, Premium mit dem höchsten Budget. Den Vollschutz gibt es nur bis zum 6. Geburtstag.
Wie lange ist die Wartezeit bei der Welpenversicherung?
Für Unfälle, verschluckte Fremdkörper und Vergiftungen gilt keine Wartezeit. Bei Krankheiten zahlt die Versicherung nach 30 Tagen. Längere Fristen gibt es für Nabelbruch, Entropium und eine medizinisch notwendige Kastration (6 Monate) sowie für HD, ED und Patellaluxation (18 Monate). Diese Wartezeiten gelten für Welpen genauso wie für erwachsene Hunde.
Welche Tierarztkosten können bei einem Welpen entstehen?
Am teuersten sind Operationen nach Missgeschicken, etwa wegen eines verschluckten Fremdkörpers oder eines Beinbruchs. In der Stichprobe der Stiftung Warentest kosteten Operationen in einer Tierklinik zwischen 1.960 € und 5.041 €. Dazu kommen häufige kleinere Rechnungen für Magen-Darm-Probleme, Giardien oder Verletzungen. Impfungen und Wurmkuren fallen ohnehin an, sind aber nicht versichert.
Kann ich meinen Welpen ohne Selbstbeteiligung versichern?
Ja. Für Hunde unter 3 Jahren kannst du jeden Tarif mit oder ohne Selbstbeteiligung abschließen. Ohne Selbstbeteiligung ist der Beitrag höher, dafür trägst du keinen Anteil an der Rechnung. Mit Selbstbeteiligung zahlst du 20 % je Rechnung, höchstens 250 € je Einreichung. Den Beitrag für beide Varianten zeigt dir der Rechner.
Ist Parvovirose beim Welpen versichert?
Nur, wenn dein Welpe nachweislich gegen Parvovirose geimpft ist. Ohne Impfschutz sind Staupe, Parvovirose und Tollwut vom Versicherungsschutz ausgeschlossen. Halte deshalb den Impfpass vollständig und lass die Grundimmunisierung nach dem Plan deines Tierarztes durchführen. Mit Impfschutz zahlt der Vollschutz die Behandlung nach der Wartezeit von 30 Tagen.